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Das Berner Münster

Das spätgotische Münster St. Vinzenz, eine dreischiffige Pfeilerbasilika ohne Querschiff, ist der grösste und bedeutendste Kirchenbau der Spätgotik in der Schweiz.

 

Am 11. März 1411 begann Baumeister Matthäus Ensinger aus der Familie der Erbauer der Münster von Strassburg, Ulm und Esslingen mit dem Bau und und errichtete in den folgenden drei Jahrzehnten im Uhrzeigersinn die Strebepfeiler und die Fundamente des Turms um die Leutkirche herum.

 

Die Netzgewölbe im Mittelschiff und im Chor enden in prächtigen, von Niklaus Manuel um 1517 gemalten Schlusssteinen. Unter den folgenden Werkmeistern ragt Erhard Küng heraus, der zwischen 1460 und 1480 die Figuren der Hauptvorhalle schuf. Die 234 fein gearbeiteten Sandsteinfiguren des Münsterportals stellen das Jüngste Gericht dar und sind weltberühmt.Wegen der Luftverschmutzung im 20. Jahrhundert mussten die 47 lebensgrossen Figuren durch Kopien ersetzt werden. Die Originalfiguren wurden restauriert und sind im Historischen Museum Bern ausgestellt.

 

Der Turm erreichte 1521 die Höhe des untern Achtecks. Erst 1889-1893 entstand nach Plänen von August Beyer das obere Turmoktogon und der Helm unter der Leitung von August Müller. 254 steinerne Stufen führen spiralförmig zur ersten Turmgalerie in etwa 50 m Höhe und weitere 90 Stufen zur zweiten dem Publikum ebenfalls zugänglichen Galerie. Der Münsterturm hat mit seinen 100 m die höchste Turmspitze der Schweiz.

Im Innern fesseln vor allem die bedeutenden Glasmalereien der teilweise 12 Meter hohen Chorfenster, die ausser den Szenen von 1868 aus dem Neuen Testament rechts vom Mittelfenster aus den Jahren 1441-1450 stammen.

Das 1523 reich geschnitzte Chorgestühl ist mit echt mittelalterlichen Figuren-Typen aus dem tägliche Leben geschmückt. Es dokumentiert eindrücklich die Verbundenheit der alten Berner mit dem bodenständigen Handwerk. Der Taufstein wurde 1524 von Meister Albrecht von Nürnberg gemeisselt. Von den neun Münsterglocken ertönten die Burger, die Silber- und die Feuerglocke schon bei der Grundsteinlegung des Münsters vom Turm der alten Leutkirche herab. Die grösste Glocke des Berner Münsters, zugleich die grösste Glocke der Schweiz, wurde 1611 gegossen und wiegt 10,500 kg.

Die 1726 gebaute Orgel besitzt 78 Register und besteht aus 5404 Pfeifen. Die kleinste misst 10 cm, die grösste 10 m. Die Orgel wurde letztmals von 1997-1999 restauriert und neuintoniert.

 

Öffnungszeiten:

im Sommer
Dienstag - Samstag 10.00 - 17.00
Sonntag ab 11.30
Im Winter
Dienstag - Freitag 10.00 - 12.00 / 14.00 - 17.00
Samstag 10.00 - 12.00 / 14.00 - 16.00
Sonntag 11.30 - 14.00


 

 

 

Sehenswert - Muenster_Front

Ansicht des Berner Münsters

 

Sehenswert - Juengstes_Gericht

Darstellung des Jüngsten Gerichts am Münster

 

Sehenswert - MuensterSeitenansicht

Sehenswert sind die Verzierungen und Steinfiguren.

Sehenswert - Muensterplattform

Eine wunderbare Stadtoase ist die Münsterplattform